Es gibt verschiedene Arten von explosionsgeschützten Gehäusen, die jeweils für unterschiedliche Einsatzbereiche geeignet sind. Sehen wir uns die funktionalen Unterschiede zwischen explosionsgeschützten Anschlusskästen und explosionsgeschützten Verteilerkästen einmal genauer an.

Funktionalität
Explosionsgeschützte Anschlusskästen: Wie der Name schon sagt, handelt es sich hierbei um Anschlusskästen für die Verkabelung. Sie werden in erster Linie für Leitungsübergänge, Überbrückungen, Sprünge oder Kreuzverdrahtungen verwendet. Diese Dosen enthalten hauptsächlich Anschlussklemmen in verschiedenen Ausführungen und Stückzahlen.
Explosionsgeschützte Verteilerkästen: Diese dienen in erster Linie der Stromverteilung in explosionsgefährdeten Bereichen und der Steuerung von Anlagen. Sie übernehmen die Verteilung elektrischer Energie sowie Schutz von Leitungen und Elektrogeräten. Im Inneren sind sie mit Anschlüssen und anderen Komponenten ausgestattet, darunter wichtige Elemente wie Leistungsschalter und Sicherungen, die den eingehenden Strom verteilen.
Größe
Optisch weisen typische explosionsgeschützte Anschlusskästen folgende Merkmale auf: ein schlichtes Äußeres, bei dem die Verkleidung kaum Öffnungen aufweist, mit Ausnahme der Aussparungen für die Ein- und Ausgangsleitungen. Die Ausführungen können variieren. Im Allgemeinen sind sie kleiner als Verteilerkästen und müssen gemäß den Schaltplänen für die Verteilung des Primär- und Sekundärstromkreises im Innenbereich installiert werden. Sie enthalten zudem zugehörige Komponenten wie Wechselstromschütze, Relais und Leistungsschalter, wodurch sie größer ausfallen.
Zudem hängen die Größenunterschiede von der Anzahl der Komponenten in einer Anschlussdose ab, die in der Regel kompakt sind, während Verteilerkästen unterscheiden sich je nach Schaltplan und Steuerkreisen erheblich in ihrer Größe. Manche Verteilerkästen sind als Schrank ausgeführt, wodurch die Identifizierung über die Sichtprüfung oder die direkte Untersuchung der internen Anordnung hinaus intuitiver wird.
Preis
Bei gleichem Herstellungsverfahren und gleichen Materialien spielen als Preisfaktoren das Volumen des Gehäuses, die Anordnung der Seitenwände, die Anzahl und Größe der Ein- und Ausgänge, die interne Konfiguration sowie die Marke der internen Komponenten eine Rolle. Was das Material angeht, sind Behälter aus Aluminiumlegierung am günstigsten, Stahlbehälter liegen im mittleren Preissegment und Edelstahlbehälter sind vergleichsweise teurer. Jedes Material eignet sich jedoch für unterschiedliche Zwecke: Bei Aluminiumlegierungen gibt es Größenbeschränkungen, Stahl eignet sich für Sondergrößen und Edelstahl zeichnet sich durch seine Korrosionsbeständigkeit aus, weshalb er einen höheren Preis hat.
