Allgemeine Bestimmungen
Die Konstruktionsspezifikationen müssen in Bezug auf Typ, Stufe, Gruppe, Umgebungsbedingungen und besondere Kennzeichnungen von explosionsgeschützten elektrischen Betriebsmitteln strikt eingehalten werden.

Bei den Typenschildern, Explosionsschutzkennzeichnungen und Warnschildern der Geräte ist auf Genauigkeit und Klarheit zu achten.
Die Gehäuse und lichtdurchlässigen Teile des Geräts dürfen keine Risse oder Beschädigungen aufweisen.
Die Befestigungsschrauben müssen gegen Lösen gesichert werden, und es muss verhindert werden, dass sie sich lockern und rosten.
Für die Installation der Geräte sollten Metallhalterungen verwendet werden. Die Halterungen müssen fest sein, und die Befestigungsschrauben der vibrierenden elektrischen Geräte müssen mit einer Lockerungsschutzvorrichtung versehen sein.
Nachdem die interne Verdrahtung im Anschlusskasten befestigt ist, müssen die in Anhang D genannten Anforderungen an die Luft- und Kriechstrecken zwischen blanken stromführenden Teilen und zwischen stromführenden Teilen und dem Metallgehäuse erfüllt sein.
Zum Verschließen von redundanten Kabeleinführungen müssen geeignete Blindstopfen verwendet werden, die der jeweiligen explosionsgeschützten Bauart entsprechen. Außer bei eigensicheren Betriebsmitteln sind für die Entfernung der Blindverschlüsse Spezialwerkzeuge erforderlich.
Die entsprechenden Anforderungen an die explosionsgeschützte Bauart müssen bei Kabel- und Rohrverbindungen erfüllt werden.
Zwischen dem Dichtungsring und dem Kompressionselement muss eine Metallunterlegscheibe eingelegt werden. Die Anforderungen des Produkthandbuchs müssen vom Kompressionselement erfüllt werden, und die Kompression des Kabels oder der Leitung durch den Dichtungsring muss gewährleistet sein.
Der Außendurchmesser des Kabelmantels und der Innendurchmesser des Dichtungsrings müssen entsprechend aufeinander abgestimmt sein. Der Dichtungsring darf keine Alterungserscheinungen zeigen.
Bei der Installation von Beleuchtungskörpern sind die folgenden Anforderungen zu beachten:
- Die Art, das Modell und die Leistung der Beleuchtungskörper müssen den gestalterischen und technischen Anforderungen entsprechen.
- Schraubglühbirnen müssen fest verschraubt sein, um einen optimalen Kontakt zu gewährleisten, und dürfen sich nicht lockern.
- Bei Lichtabdeckungen ist auf Vollständigkeit zu achten, und die Schrauben müssen fest angezogen sein.
Wenn Produkte mit dem Suffix “U” in der Nummer der Explosionsschutzbescheinigung mit anderen elektrischen Geräten oder Systemen kombiniert werden, muss vor der Installation und Verwendung eine zusätzliche Zertifizierung eingeholt werden.
Wenn die Nummer der Explosionsschutzbescheinigung das Suffix “X” trägt, müssen besondere Bedingungen für die sichere Verwendung strikt eingehalten werden.
Zusätzliche Anforderungen für druckfestes “d”
Bei der Montage ist der Abstand zwischen der druckfesten Fugenoberfläche und festen Hindernissen nicht kleiner als die in Tabelle 7 angegebenen Werte zu halten, es sei denn, kleinere Isolationsabstände sind durch Prüfungen nachgewiesen.
| Gas-Klassifizierung | Mindestabstand (mm) |
|---|---|
| IIA | 10 |
| IIB | 30 |
| IIC | 40 |
Auf den druckfesten Oberflächen müssen Korrosionsschutzmaßnahmen angewendet werden. Das Eindringen von Wasser in Fugenspalten muss verhindert werden. Dichtungen dürfen nur verwendet werden, wenn dies in den Unterlagen ausdrücklich zugelassen ist. Aushärtende Stoffe dürfen nicht auf Fugenoberflächen aufgebracht werden. Bei der Montage ist eine Beschädigung der druckfesten Oberflächen zu vermeiden.
Geeignete Maßnahmen zum Schutz der Verbindungsflächen: Es können nicht kondensierende Fette oder Korrosionsschutzmittel verwendet werden. Silikonfett ist im Allgemeinen geeignet, muss aber bei Gasdetektoren mit Vorsicht verwendet werden. Bei der Auswahl des Materials muss auf nicht verfestigende Eigenschaften geachtet werden, um eine Beeinträchtigung der Dichtigkeit der Verbindung zu vermeiden.
Befestigungsschrauben für druckfeste Verbindungen dürfen nicht willkürlich ausgetauscht werden, und die Federscheiben müssen vollständig ausgestattet sein.
Unter normalen Betriebsbedingungen muss eine Reibung zwischen Motorwelle und Wellenloch bzw. zwischen Ventilator und Lagerschild vermieden werden.
Einschlägige Gerätenormen müssen von Kabel- und Leitungseinführungssystemen erfüllt werden, und die gesamte explosionssichere Leistung des Gehäuses muss gewährleistet sein. Die Anforderungen von GB3836.15 Abschnitt 10.3 müssen erfüllt werden. Zwischen dem Kabelkanal und dem druckfesten Gehäuse müssen mindestens fünf Gewindegänge vorhanden sein.
Wenn Stahlrohre für den Anschluss an Kabeleinführungen erforderlich sind, sollte ein Übergangskompressionselement verwendet werden, um sicherzustellen, dass der Dichtungsring komprimiert wird, bevor das Stahlrohr angeschlossen wird. Wenn die Verbindung der Stahlrohre schwierig ist, können stromführende Verbindungen hinzugefügt werden.
Wenn das Gehäuse speziell für den Anschluss an ein Kabelrohr konzipiert ist, aber für den Anschluss an ein Kabel modifiziert wurde, kann ein druckfester Adapter mit einer Isolierhülse und einer Anschlussdose verwendet werden. Der Anschluss an das Gehäuse muss über ein Kabelrohr mit einer Länge von maximal 150 mm erfolgen. Das Kabel wird dann in die Abzweigdose geführt, wobei die entsprechenden Anforderungen an den Explosionsschutz erfüllt werden müssen.
Motoren, die von Stromversorgungen mit variabler Frequenz und Spannung versorgt werden
Die folgenden Anforderungen müssen von Motoren erfüllt werden, die von Stromversorgungen mit variabler Frequenz und Spannung versorgt werden:
- Temperatursensoren müssen gemäß den einschlägigen Motornormen zur direkten Temperaturkontrolle eingebaut werden, oder es müssen andere wirksame Maßnahmen zur Begrenzung der Oberflächentemperatur des Motorgehäuses getroffen werden. Der Motor muss durch die Schutzeinrichtung stromlos geschaltet werden. Eine gemeinsame Prüfung von Motor und Umrichter ist nicht erforderlich; oder
- Die Typprüfung muss am Motor als Nutzgerät zusammen mit dem Umrichter und der Schutzeinrichtung gemäß der Norm GB3836.1 durchgeführt werden.
Anmerkung 1: In bestimmten Fällen wird die maximale Oberflächentemperatur an der Motorwelle erzeugt.
Hinweis 2: Bei Verteilerkästen mit erhöhter Sicherheit “e”, die Hochfrequenz-Impulsausgänge verwenden, muss auf mögliche Überspannungsspitzen und hohe Temperaturen innerhalb des Verteilerkastens geachtet werden.
Ergänzende Anforderungen für erhöhte Sicherheit “e”
Für Gehäuse, die blanke stromführende Teile enthalten, muss eine Schutzart von mindestens IP54 und für Gehäuse, die nur isolierte stromführende Teile enthalten, mindestens IP44 eingehalten werden. Für rotierende Maschinen, die in sauberen Umgebungen installiert sind und routinemäßig überwacht werden, muss eine Schutzart von IP20 oder höher eingehalten werden.
Eine wirksame Verbindung zwischen Kabeln und erhöhten Sicherheitseinrichtungen muss durch kompatible Einführungsvorrichtungen erreicht werden. Der explosionsgeschützte Typ “e” muss beibehalten werden, und für das Gehäuse des Klemmenkastens in Kombination mit den Dichtelementen muss die Schutzart IP54 erreicht werden.
Bei der internen Verdrahtung der Anschlussdose müssen die vorgeschriebenen Luft- und Kriechstrecken eingehalten werden. Werden mehrere Leiter an eine einzige Klemme angeschlossen, muss die sichere Klemmung jedes Leiters strengstens überprüft werden.
Zusätzliche Anforderungen an die Eigensicherheit “i”
Die Anforderungen der GB3836.4, die mindestens die Kategorie “ib” erfüllen, müssen von eigensicheren Stromkreisen, Geräten und zugehörigen Betriebsmitteln, die in Zone 1 und Zone 2 installiert sind, eingehalten werden.
Die Isolierung von eigensicheren Stromkreisen muss zwischen Leiter und Erde, Leiter und Abschirmung sowie Abschirmung und Erde einer Prüfspannung von mindestens 500 V AC standhalten.
Die elektrischen Parameter (CC und LC bzw. CC und LC/RC) müssen für alle verwendeten Kabel bekannt sein, oder es müssen die ungünstigsten vom Hersteller angegebenen Werte übernommen werden.
Bei eigensicheren Stromkreisen müssen Störungen durch externe elektromagnetische Felder vermieden werden. Diese Isolierung kann durch Abschirmung, verdrillte Kabel oder die Einhaltung eines angemessenen räumlichen Abstands erreicht werden. Die folgenden Anforderungen müssen von Kabeln in allen Zonen erfüllt werden:
- Zwischen eigensicheren und nicht eigensicheren Stromkreiskabeln muss eine physische Trennung bestehen; oder
- Bei der Verlegung der Kabel muss ein Schutz gegen mechanische Beschädigungen vorgesehen werden; oder
- Es müssen gepanzerte, metallumhüllte oder abgeschirmte Kabel verwendet werden.
Eigensichere und nicht eigensichere Leiter müssen strikt voneinander getrennt werden und dürfen niemals im selben Kabel untergebracht werden.
Isolierschichten oder geerdete Metallbarrieren müssen verwendet werden, um eigensichere und nicht eigensichere Leiter, die zusammen gebündelt sind, zu trennen.
Kabel, die eigensichere Leiter enthalten, müssen eindeutig gekennzeichnet sein. Wenn die Ummantelung farblich gekennzeichnet ist, muss sie hellblau sein. Die Verwendung solcher Kabel für andere Zwecke muss strengstens untersagt werden. Die Kennzeichnung ist nicht erforderlich, wenn die Kabel bereits bewehrt oder abgeschirmt sind.
Die Anforderungen der GB3836.4 Kategorie “ia” müssen von Anlagen in Zone 0 erfüllt werden. Zugehörige Betriebsmittel mit galvanischer Trennung zwischen eigensicheren und nicht eigensicheren Stromkreisen müssen vorrangig eingesetzt werden.
Die Anforderungen der GB3836.15-2000 Abschnitt 12 müssen bei der Installation eigensicherer elektrischer Betriebsmittel erfüllt werden.
Zusätzliche Anforderungen für druckfeste Kapselung “p”
Über die allgemeinen Standardkontrollen hinaus muss die Übereinstimmung mit der Gerätedokumentation und dieser Norm bei allen Installationen von zertifizierten Fachleuten genauestens überprüft werden.
Der Ort der Schutzgasaufnahme muss in einem nicht gefährlichen Bereich liegen, ausgenommen sind Schutzgasflaschenkonfigurationen.
Die Schutzgasabsaugung muss sich in einem nicht explosionsgefährdeten Bereich befinden; andernfalls müssen Funken- und Partikelsperrvorrichtungen gemäß Tabelle 8 installiert werden.
| Auspuffbereich | Ausstattung A | Ausstattung B |
|---|---|---|
| Zone 2 | Erforderlich | Nicht erforderlich |
| Zone 1 | Erforderlich | Erforderlich |
Während des Spülvorgangs kann am Auslass des Kanals ein begrenzter Gefahrenbereich entstehen.
Druckversorgungsanlagen müssen in nicht-explosionsgefährdeten Bereichen installiert werden. Wird der Antriebsmotor oder das Steuergerät zwangsläufig innerhalb des Versorgungskanals oder des explosionsgefährdeten Bereichs installiert, sind entsprechende explosionsgeschützte Maßnahmen zu treffen.
Besteht bei einem Ausfall der Druckbeaufschlagung durch die Gerätetemperatur eine Zündgefahr, müssen im Inneren des überdruckgekapselten Gehäuses Schutzvorrichtungen installiert werden, um ein schnelles Eindringen von brennbaren Gasen zu verhindern.
Bei Geräten ohne interne Freisetzungsquelle müssen bei einem Schutzgasausfall die in Tabelle 9 genannten Anforderungen erfüllt werden.
| Zoneneinteilung | Ungeeignet für Zone 2, wenn sie nicht unter Druck stehen | Geeignet für Zone 2 in drucklosem Zustand |
|---|---|---|
| Zone 2 | Alarm | Keine Maßnahmen erforderlich |
| Zone 1 | Alarm und Abschaltung | Alarm |
Anlagen mit einer internen Freisetzungsquelle müssen genau nach den Anweisungen des Herstellers ausgeführt werden. Es müssen Alarme ausgelöst und Abhilfemaßnahmen ergriffen werden, um die Sicherheit des Systems im Falle eines Schutzgasausfalls zu gewährleisten.
Die Anforderungen an gemeinsam genutzte Sicherheitseinrichtungen für mehrere überdruckgekapselte Gehäuse sind in GB3836.5-2000 festgelegt.
Bereinigungsverfahren
Die vom Hersteller angegebene Mindestspülzeit ist um eine zusätzliche Dauer zu verlängern, die sich aus dem Volumen des Kanals ergibt. In Zone 2 kann auf das Spülen verzichtet werden, wenn die innere Umgebung deutlich unter der unteren Explosionsgrenze bleibt (z. B. 25% UEG). Gasdetektoren können verwendet werden, um die Abwesenheit von brennbaren Gasen zu bestätigen.
Zur Spülung und Druckbeaufschlagung müssen nicht brennbare, ungiftige Gase verwendet werden, die frei von Feuchtigkeit, Öl, Staub und Chemikalien sind. In der Regel wird Luft eingesetzt, gelegentlich werden auch Inertgase verwendet. Die Sauerstoffkonzentration des Schutzgases darf niemals den Wert der Umgebungsluft überschreiten.
Wird Luft verwendet, muss die Ansaugquelle in einem ungefährlichen Gebiet liegen, und bei der Wahl des Standorts muss das Risiko einer Kontamination durch Windrichtung und Gebäudenähe minimiert werden.
Die Temperatur am Schutzgaseintritt sollte generell unter 40°C gehalten werden. Die Leitungssysteme müssen streng abgedichtet sein, um die Diffusion brennbarer Gase oder das Austreten von Schutzgas zu verhindern.
Zusätzliche Anforderungen für ölgetränkte “o”
An Tanks und Ölstandsanzeigern dürfen keine Risse oder Öllecks vorhanden sein, und der Ölstand muss strikt innerhalb des vorgesehenen Markierungsbereichs gehalten werden.
Die Ölablass- und Entlüftungsöffnungen müssen frei gehalten werden, und die Ansammlung von Schmutz muss verhindert werden.
Der Einbau muss senkrecht erfolgen, und der Neigungswinkel darf 5 Grad nicht überschreiten.
Für die Temperaturgruppen T1-T5 ist ein maximaler Temperaturanstieg an der Öloberfläche von 60°C zulässig, während für T6 eine maximale Oberflächentemperatur von 40°C strikt vorgeschrieben ist.
Ergänzende Anforderungen für Geräte der Zone 2
Für Gehäuse, die blanke stromführende Teile enthalten, ist mindestens die Schutzart IP54 und für Gehäuse, die isolierte stromführende Teile enthalten, die Schutzart IP44 vorgeschrieben.
Wenn die Installationsumgebung von Natur aus einen ausreichenden Schutz gegen Fremdkörper bietet, können die Schutzarten IP4X und IP2X gewählt werden.
Von diesen strengen Anforderungen kann abgewichen werden, wenn das Eindringen von festen Gegenständen und Wasser die Sicherheitsleistung der Geräte (z. B. Dehnungsmessstreifen, Thermoelemente) nicht beeinträchtigt.
Bei energiebegrenzten Geräten dürfen die zulässigen Höchstwerte für Kapazität und Induktivität durch die Summe der internen und Kabelparameter nicht überschritten werden.
Kabel- und Rohrleitungssysteme müssen vorschriftsmäßig installiert werden, und die folgenden zusätzlichen Anforderungen an die Eingabegeräte müssen erfüllt sein:
- Die Verbindungen müssen mit perfekt abgestimmten Kabeleinführungsvorrichtungen ausgeführt werden.
- Zur Sicherstellung der Schutzart des Verdrahtungsraumes müssen geeignete Dichtelemente verwendet werden.
- Die eingeschränkte Atmungsfähigkeit muss durch die Dichtungen des Gehäuses vollständig gewährleistet sein.
- Nicht genutzte Zugangsöffnungen müssen sicher verschlossen werden.
Leiteranschlussklemmen
Mehrere Leiter können durch spezielle Klemmen, wie z. B. Schlitzklemmen, untergebracht werden. Bei gleichzeitigem Einführen mehrerer Leiter muss eine feste Klemmung jedes einzelnen Leiters gewährleistet sein. Leiter mit unterschiedlichen Querschnitten dürfen nicht an dieselbe Klemme angeschlossen werden, es sei denn, dies ist in den Unterlagen ausdrücklich erlaubt.
Besteht die Gefahr eines Kurzschlusses zwischen benachbarten Klemmen auf einem Klemmbrett, muss die Isolierung jedes Leiters bis zur metallischen Klemmenverbindung durchgehend sein.
